Der Drei-Zonen-Garten nach Markus Gastl

Der Drei-Zonen-Garten ist ein von Markus Gastl konzipiertes Gartenmodell Design für Hausgärten. Dieses Konzept soll sich nach Fertigstellung im Sinne der Permakultur durch eine geschlossene Kreislaufwirtschaft selbst befruchten können, so dass kein von außen zugeführter Dünger und kein Einsatz von Chemie benötigt wird.

Ziel ist es, Vielfalt, Schönheit und Nutzen zu schaffen. Durch die Unterteilung in drei Zonen und den Aufbau integrierter diverser Naturmodule kann das erreicht werden.

Jeder Garten, der diese Kriterien erfüllt, kann sich, wenn er denn mag, Hortus nennen. Hortus bedeutet, aus dem lateinischen kommend, Garten.

Da auch der Garten des Aicara-Hofes seit Jahren nach den Hortus Kriterien ausgerichtet wird, gehört auch er zu den Hortus-Gärten: Hortus Aicara = der Garten der Freundschaft.

Ich finde, eine gemeinsame Bezeichnung für Gärten, die nach diesem oben beschriebenen naturnahen Hortus-Konzept wirken, sehr sinnvoll. Erstens erkennen Insider sofort, dass es sich bei einem Hortus um einen naturnah ausgerichteten Garten handelt und zweitens bewirkt man dadurch einen Zusammenhalt, ein Zusammenwirken von Menschen mit gleichen bzw. ähnlichen Wertevorstellungen.

Durch die intensiven Bemühungen von Markus Gastl hat sich mit den Jahren ein international wirkendes und von der UN-Dekade prämiertes Netzwerk entwickelt: das Hortus-Netzerk mit eigener Webseite und einer sehr aktiven Facebook Gruppe. Hier können alle an der Natur interessierten Gärtner und Gärtnerinnen kostenlos viele Informationen bekommen. Magst du auch mal reinschnuppern? Ich habe dir das Hortus-Netzwerk in der Sidebar verlinkt.

 

Welche drei Zonen gibt es nun in einem Hortus und welche Bedeutung kommt ihnen zu:

Die Pufferzone

Außen um den Garten herum wird eine Pufferzone aus verschiedenen einheimischen Gehölzen (Sträuchern und Bäumen) gepflanzt. Die Pufferzone erfüllt mehrere Aufgaben. Einerseits schützt sie das Garteninnere vor Wind, Wetter und anderen schädigenden Einflüssen. Andererseits dient sie als eine Sonnenfalle. Die einstrahlende Sonnenwärme fängt sich im Garteninneren und erwärmt das Innere um einige Grad, schon alleine dadurch, weil es hier windstiller ist.

Die Hotspotzone

Die Hotspotzone ist der Bereich, der gezielt einen mageren Boden aufweist. Auf mageren Böden ist die pflanzliche Arten- und Sortenvielfalt sehr hoch. Hier wachsen Blumen und einige Gräser besonders gut. Achtet man bei der Pflanzenauswahl darauf, dass die Pflanzen pollen- und nektarreich sind, bietet man Hummeln, Wild- und Honigbienen und vielen anderen Insekten ein schmackhaftes Buffet.

Die Hotspotzone wird nur ein- höchstens zweimal jährlich mit einer Sense oder einem Balkenmäher gemäht. Dabei wird nie alles zur gleichen Zeit gemäht. Man belässt immer einen Teil ungemäht, damit die in dieser Zone lebenden Tierchen wie z. B. Grashüpfer und Co ihren Lebensraum zumindest teilweise behalten. Dieser Teilbereich wird zeitlich später gemäht, wenn die bereits gemähten Bereiche wieder etwas nachgewachsen sind.

Das Mähgut aus der Hotspotzone wird nach dem mähen erst einmal liegen gelassen damit es trocknet. Dadurch fallen die Blumensamen aus, die ja in der Hotspotzone verbleiben sollen. Nach der Trocknung wird das Heu zusammen geharkt und zu Würsten gedreht. Diese Heuwürste kommen nun in die Ertragszone, damit die Magerzone (Hotspotzone) auch mager bleibt, d. h., damit sich hier keine ungewollten Nährstoffe anreichern können.

Die Ertragszone

Die Ertragszone ist der Gartenteil mit einem nährtstoffreichen Boden. Es ist die Zone, in dem Obst und Gemüse zur Selbstversorgung angebaut wird.

In dieser Ertragszone bekommen die Heuwürste aus der Hotspotzone nun ihre neuen wichtigen Aufgaben. Die so genannten Mulchwürste werden nun als Mulchdecke auf die Böden der Beete, also zwischen das Gemüse gelegt.

  • Sie schützen den Boden vor Erosion und

  • ernähren durch diese Art der Flächenkompostierung die Bodenlebewesen, die den Boden dadurch locker halten. 

  • Es entsteht flächendeckend wertvoller Kompost, der direkt vor Ort den Boden aufwertet, ohne dass der Mensch weitere Arbeit mit ihnen hat.

  • Der Boden unter den Würsten bleibt feucht. Der Gärtner/die Gärtnerin muss bei warmen und trockenem Wetter weniger gießen.

  • Die Mulchwürste haben einen weiteren Vorteil. Nacktschnecken verkriechen sich gerne unter ihnen. Die Würste lassen sich durch einen Handgriff hoch heben und die dort lebenden Schnecken können gut abgesammelt werden.

In jede Zone werden Naturmodule integriert. Diese bieten den Tieren des Gartens wichtige naturnahe Lebensräume. Näheres beschreibe ich in einem weiteren Beitrag.

Ich hoffe, die Ausführungen der drei Zonen konnten dir ein wenig neues Wissen vermitteln. Ich hoffe, dass auch du dich zeitnah entscheidest, deinen eigenen Garten in einen naturnahen Hortus zu wandeln. Ich versichere dir, das kann richtig Spaß machen.

Ach ja – es fehlen noch die obligatorischen Buchempfehlungen mit der Hoffnung, den Hortus Aicara durch die Nutzung der Affiliate Links - für dich natürlich kostenlos - zu unterstützen.

Da sich in diesem Beitrag alles um den 3-Zonen-Garten dreht, empfehle ich dir hier noch einmal Markus Gastls Bücher:

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Lass es dir gut gehen.

Bis zum nächsten Beitrag.

Es grüßt dich die Silberdistel des Hortus Aicara.

Birgit.

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